EMW R35/3 mit Bremsproblemen

In den vergangenen Tagen hatte ich eine EMW R35/3, aus dem Baujahr 1955 in meiner Werkstatt zu Gast.
Beim durchchecken des alten Eisen Schweines stellte sich heraus, dass die Bremsleistung der hinteren Bremse sehr schlecht war.

Der Ausbau des Hinterrades ist bei solchen Motorrädern ja bekanntlich kein Problem. Mutter auf der Steckachse lösen, Klemmung der Steckachse lösen und das Hinterrad abziehen. Dadurch, dass bei der EMW das Schutzblech einfach nach oben geklappt werden kann, ist die Entnahme des Hinterrades dann kein Problem mehr.Die Inspektion der Bremstrommel ergab keine Auffälligkeiten. Sie wurde nur gereinigt. Auch die Bremsbeläge zeigten keine besondere Bremsbelagabnutzung. So das ich mir die schlechte Bremswirkung im ersten Moment nicht erklären konnte.
Nachdem ich die Bremsbacken ausgebaut hatte, konnte ich jedoch auf einer Bremsbacke einen kleinen Haarriss erkennen. Ich schätze mal, dass sich die Bremsbacke beim Andrücken an die Bremstrommel durch den Bremshebel Excenter durchbog und somit für die schlechte Bremswirkung verantwortlich war. Leider ist die Ersatzteilversorgung für Bremsbacken dieser Art sehr schlecht. Da die Bremsbacke selber beschädigt war, konnte ich die Bremsbacken auch nicht einfach aufarbeiten lassen. Ich musste mich also auf der Suche nach neuen Bremsbacken machen. Nach einigem Suchen im Internet fand ich dann doch noch einen Händler der noch solche Bremsbacken in einem Angebot und auch noch vorrätig hatte. Schnell waren diese bestellt.
Nach der schnellen Lieferung des Händlers, konnte ich die Bremsbacken endlich einbauen. Ein abschließender Bremstest verlief sehr zufriedenstellend. Dieses Motorrad bremst wieder wie es soll. Der abschließenden TÜV Prüfung steht nun nichts mehr im Wege.

Liebe Grüße der Motorradopa

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