Simson, MZ und der Coronavirus

Liebe Schrauberfreunde. In den letzten Tagen hörtman immer wieder schreckliche Nachrichten über den Corona Virus. Auch in der Schrauber Szene ist der Virus angekommen. Zwar sind wir schon lange alle von einer Art Virus befallen (dem Schraubervirus), denn sonst könnte man sich kaum die viele Arbeit, die Mühen und den großen Zeitaufwand erklären, mit dem man seine Fahrzeuge instand hält, aber das Corona Virus hat auch direkte Auswirkungen auf die Schrauber Szene. Warum?

Der Grund hierfür liegt in der Ersatzteilversorgung. Viele Ersatzteile, bzw. deren Rohlinge werden in Fernost (China) hergestellt. Zum Beispiel die Firma Almot. Die Laufgarnituren dieser Marke werden komplett in China hergestellt. Die fertigen Gussteile werden mit dem Schiff nach Deutschland importiert und hier in Deutschland nachgearbeitet. Da jedoch die Importkette von Fernost unterbrochen ist gelangen keine Rohteile mehr nach Deutschland. Die Firmen können diese Teile nicht mehr nacharbeiten und der Nachschub an Laufgarnituren ist abgeschnitten. Folge ist, die billigen Laufgarnituren für die kleine Simson Motoren werden knapp. Noch vorhandene Lagerbestände werden zwar zum Verkauf angeboten, teils jedoch mit kräftigen Aufschlägen. Dies ist nur ein Beispiel. Viele unserer Ersatzteile für unsere geliebten Fahrzeuge kommen mittlerweile aus Fernost. Nicht nur Elektronik wie man manchmal meint. Findige Geschäftsleute versuchen daraus natürlich Profit zu schlagen, da eine Normalisierung des Marktes nicht in Aussicht ist. Bis sich die ganze Lage entspannt hat können noch mehrere Monate vergehen. Ich rate daher jedem Schrauber, das er genau aufzupasst wenn er Teile einkauft. Mein Tipp, wenn vorhanden, auf vorhandene NOS Altbestände zurückgreifen, lieber mal einen originalen Zylinder nacharbeiten zu lassen und geplante Restaurationen auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen.

Ich wünsche allen Motorradfahrern auf der ganzen Welt eine unfallfreie Motorrad bzw. Zweirad Saison. Liebe Grüße und bleib gesund
euer Motorradopa