Hercules Ultra 2 LC

Kurz vor Ende der Campingsaison fand diese Hercules Ultra 2 LC den Weg in meine Garagenwerkstatt. Meines Erachtens ist sie vorsätzlich funktionsuntüchtig gemacht worden. Ich habe viele manipulierte Stellen gefunden die zur Funktionsuntüchtigkeit geführt haben. Vor allem die Elektrik war betroffen.

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Sowohl von der Zündungsseite aus als auch von der Lichtseite aus. Eine defekte ULO801 Box (sie war früher in vielen Mopeds verbaut) verweigerte lange ihre Zusammenarbeit. Trotz neuer Akkus wollte sie nicht arbeiten. Nach Austausch eines Kondensators und eines Schalttransistors gab sie dann endlich auf und ließ sich zur Arbeit überreden. Jetzt funktioniert wieder alles (KLICK) , ich hoffe sie bleibt jetzt in guten Händen.

Nun geht die Sommerpause bald zu Ende. Ich werde meine „Sommerresidenz“ in Holland räumen und wieder etwas mehr in meiner kleinen Garagenwerkstatt schrauben.

Bis bald euer Motorradopa

Wieder einen Vogel auf die Straße geholt

Neulich wurde ich von einem jungen Mann kontaktiert, der gerne mit seiner Schwalbe wieder auf die Straße wollte. Die Schwalbe war in einem bedenklichen Zustand. Die Bremsen griffen nicht, der Motor lief nicht, die rechte hintere Fußraste stieß beim Einfedern an die Schwinge weil die Halterung gebrochen war, das Beinschild war defekt, der Tank war rostig und falsch montiert, der Benzinhahn war vom fast 10 Jahre alten Sprit zerfressen und außerdem sollte eine Vape eingebaut werden und auf 12 Volt umgerüstet werden.

Bei der Regeneration des Motors der erste Schock, jemand hatte versucht den Motor zu tunen und einen kreisförmigen Ausschnitt in das Kolbenhemd gefeilt. Außerdem waren die Kanäle im Zylinder nachgearbeitet worden. Aber scheinbar ohne jeden Plan, den der Motor saugt nur noch ganz wenig Luft an. Zu wenig um zu laufen, jedenfalls nicht mit herkömmlichen Treibstoff.

Also entschied ich mich die komplette Laufgarnitur zu wechseln.
Hier ein paar Bilder von den Arbeiten

Die Schwalbe ist jetzt fertig und wartet auf ihr Abholung. Sie spingt auf den ersten Kick an und fährt super. Ich hoffe ihr Besitzer fährt sie behutsam ein und hat noch viele Jahre Spass an ihr.

 

Grüße euer Motorradopa

Gleichlauf Messbock für Kurbelwellen

Hallo liebe Oldtimerfreunde

Bisher hatte ich immer das Problem, dass wenn ich eine Kurbelwelle auf Gleichlauf prüfen wollte, ich immer auf fremde Hilfe angewiesen war. Jetzt habe ich von einem Bekannten einen defekten Bohrmaschinenständer mit Kreuztisch geschenkt bekommen.

Was ich damit  anstellen werde, war mir schnell klar. Ich habe mir noch ein paar stabile Winkelverbinder mit den Maßen 105*105*90 im Baumarkt besorgt. Ein paar 6302 Kugellager, ein paar Schrauben, Flügelmuttern etc. aus dem Ersatzteilbestand genommen und Schwupps hab ich mir einen kleinen Messtisch gebaut.


Klar, das ist kein Profigerät, aber die Welle wird sauber auf vier Kugellagern  geführt, nichts wackelt und ich kann sauber den Rundlauf messen 🙂

Ich bin zufrieden und wen ihr Fragen zum nachbauen habt ……………………..

Grüße euer Motorradopa

Fehler in Google Maps behoben!

Seit geraumer Zeit gab es wohl einen Fehler auf der Kontaktseite.
In Google Maps wurde mein Standort nicht richtig angezeigt. Zwar steckte der Reiter des Standortes an der richtigen Stelle, die Karte zeigte aber einen Aussschnitt ca 4 KM westlich von meinem Standort. Diesen Fehler habe ich nun behoben.
Nun sollten auch die letzten Bugfixes behoben sein. Danke Marc für deinen Hinweis. Wenn auch ihr noch einen Fehler in der Webseite entdeckt, ………………….
bitte sagt es mir!

Grüße der Motorradopa

Sommerflaute? Von wegen!

Da ich ja in den warmen Monaten viel auf dem Campingplatz bin, bleibt in der Garagenwerkstatt schon mal etwas liegen. Deshalb hab ich mal kräftig zugelangt und die liegen gebliebenen Arbeiten aufgearbeitet.

Da wäre zum einen die rot / weiße MZ RT 125/2 deren Lichtmaschine keinen Strom mehr lieferte und da die RT eine Batterie-zündung hat, war nach ca. 40 KM die Fahrt trotz vollem Tank zu Ende. Dank der vom Eigentümer mitge-brachten Ersatzteile war die RT125 schon bald wieder einsatzbereit.

Zum anderen stand dort die neu gepulverte  Simson S51. Deren Gabel musste neu montiert werden, Bowdenzüge mussten angepasst werden und die S51 musste komplett neu verkabelt werden.

Außerdem waren da noch zwei frisch regenerierte Simson Motoren, die darauf warteten, wieder abgeholt zu werden.

Und zum Schluss war da noch der Sachs 50/3 Motor aus einem Krankenfahrstuhl. Der Besitzer hatte ihn vor 2 Jahren zu einem Maschinen-bauingenieur geschickt, der den Motor regenerieren wollte. Leider hatte er wohl nur das Geld im Sinn. Nach 2 Jahren bekam der Besitzer wieder zurückgeschickt. Per Nachnahme mußte er ca 900 Euro bezahlen. Aber der Motor war leider nicht lauffähig. Der Kickstarter kommt nicht zurück da die Kickstarterwelle total schwergängig ist. Der Versatz vom Primärritzel und dem Ritzel auf dem Kupplungskorb ist fast 1cm !!!!!! Außerdem hat das Motorengehäuse stark gelitten. Da der Besitzer (der auf einen Rollstuhl bzw. dem Krankenfahrstuhl angewiesen ist) mit dem Krankenfahrstuhl den Jakobsweg lang pilgern möchte. Hoffe ich sehr, das sich ein passender Ersatzmotor findet.
Also : Wer hat noch einen Sachs 50/3 Motor ? Bitte meldet euch bei mir, ich werde dann den Kontakt mit dem Besitzer des betrogenen Besitzers her.

Grüße euer Motorradopa

 

Wenn es mal regnet ………………………………


Solange das Wetter noch nicht so sonnig ist und die Temperaturen noch nicht so hoch sind, zieht es mich in der Woche noch immer in meine kleine Garagenwerkstatt um etwas zu schrauben.

Wie z.B. hier, ein frisch regenerierter M54 Motor, mit neuen Lagern, neuen Dichtungen, Simmerringen, einer neuen Kurbelwelle, einer neuen Laufgarnitur incl neuem Kolben und einer überholten Licht / Zündanlage.
Der Motor wartet jetzt darauf eingebaut zu werden und in eine unfallfreie Zweiradsaison zu starten.


Aber jetzt wird erst mal gegrillt. Der Grill ist am anheizen und ich sag erst mal, „Bis dann!“ Es grüßt der Motorradopa aus seiner Sommerresidenz!

Die Frage Nummer 1 zur Motor Revision

In den letzten Wochen erreichen mich immer mehr Fragen zum Thema Motorrevision: Die Nummer 1 der Fragen will ich ihnen hier beantworten:

F: Was kostet mich das ?
A: Das kommt immer drauf an was gemacht werden muss oder soll. Auf jeden Fall setzt sich der Preis immer aus Arbeitslohn und Materialkosten zusammen. Mal ein Beispiel :
Ein Simson M53 Motor mit Gebläsekühlung soll revidiert werden. Er kommt, wie es bei einer Revision normal üblich ist, ohne Vergaser, ohne Zündung und ohne Luftleitbleche in die Werkstatt. Das Öl ist abgelassen und der Motor von außen gereinigt. Der Arbeitslohn liegt bei angenommen 80,- €uro.
Deutlich teurer wird es, wenn der Motor von außen verschmutzt ist, sich evtl. noch Öl im Motor befindet, wo außerdem noch Luftleitbleche montiert sind, die erst einmal vorher abgeschraubt, gereinigt und wieder montiert werden müssen. Außerdem müsste ja auch noch die Zündung wieder ausgebaut, eingebaut und eingestellt werden. In ganz krassen Fällen werden sogar Motoren mit montiertem Vergaser abgegeben. Diese ganze Mehrarbeit muss ja auch irgendwie vergütet werden, denn kein vernünftiger Mechaniker montiert eine Zündung ohne sie einzustellen und keinen Vergaser ohne ihn vorher zu zerlege und dann im Ultraschallbad gründlich zu reinigen. In solch einem Fall sind die Mehrkosten immer vorher zu erfragen.
Stellt sich bei der Regeneration heraus, das etwas defekt ist oder ausgetauscht werden muss, wird man ihnen das erst nach öffnen des Motors sagen können. Der Mechaniker wird sich mit ihnen in Verbindung setzen und das weitere Vorgehen mit ihnen abstimmen. Die Materialkosten werden sich in diesem Fall erhöhen, aber die Arbeitskosten nicht! Es ist ja schließlich egal, ob man zum Beispiel eine neue Kickstarterwelle in den Motor einbaut oder wieder die alte Welle einsetzt. Die Arbeit ist die gleiche!
Nehmen wir an, es muss nichts weiter ausgetauscht werden. Dann fallen an Materialkosten für Lager, Dichtringe, Dichtungen, Sicherungsbleche, Gehäusedichtmasse, Reiniger und Kältemittel usw, ca 60,- €uro an. Dabei sollte aber schon vorher abgesprochen werden, welche Lager und welche Dichtringe verbaut werden sollen. Ich rate hier jedem nicht zu sparen und deutsche Markenlager sowie braune Vitondichtringe zu verwenden. Außerdem empfehle ich jedem, die Schrauben des Motors durch neue zu ersetzen!

Ich kann nur jedem raten. Sprechen sie vorher alles genau ab. Weiter Informationen finden sie auch in einem von mir erstellten Merkblatt, dass hier oder im Downladbereich herunterladen können.

Lieben Gruß der Motorradopa

Sommerresisidenz

Hallo liebe Oldtimerfreunde.

Nun ist es endlich soweit. Am Wochenende gehts los auf den Campingplatz.
Dort werde ich den Sommer über viel Zeit mit meiner Frau, dem Hund und der Familie verbringen. Das Hobby Oldtimer rückt in den Hintergrund und Erholung ist angesagt. Ich wünsche allen Motorradfahrern eine schöne, sonnige und unfallfreie Motorradsaison und verabschiede mich bis zum Herbst.




Euer Motorradopa

 

Ardie B251 verlässt die Werkstatt

Nachdem die letzten Teile für die Ardie verbau worden sind, gehts für den Oldtimer nach Hause. Der neue Schwimmer ist verbaut, es wurden neue Bowdenzüge angefertigt. Neue Lenkerarmaturen nach dem Geschmack des Besitzers wurden angebaut. Ein neuer Abblendschalter angeschlossen und neue Gummiteile verbaut.
Resultat :  Die Ardie läuft
Leider gab es auch einen kleinen Wermutstropfen. Nach dem finalen Zusammenbau stellte sich heraus, das der Benzinhahn leckte und es auch an den Hohlschrauben, die die rechte und die linke Benzintankhälften über einen kleinen 6mm Schlauch miteinander verbindet, undicht war. Leider konnte ich das ohne den neuen Schwimmer im Vergaser vorher nicht feststellen. Der Besitzer der Ardie nahm es gelassen, er versicherte, das er den Schaden selbst beheben kann.

Jetzt kann ich mit meiner Frau unseren Hochzeitstag und meinen 60.ten Geburtstag feiern.

Euer Motorradopa

Ardie B251

Eine Ardie B251 hat den Weg auf meine Hebebühne gefunden. Obwohl sie einen ziemlich rostigen, ersten Eindruck gemacht hat, ist die Substanz doch ganz ordentlich.
Der Motor dreht frei, hat ordentlich Kompression und das Getriebe schaltet die Gänge sauber durch. Allerdings gibt es auch hier einige Baustellen. Die Elektrik ist marode, überall Flickstellen, Lüsterklemmen und korrodierte Stecker. Ein paar Basteleien, wie z.B. ein nachträglich installiertes Bremslicht in der Hexennase !!! Kein Scherz, einer der Vorbesitzer hat einen BAY15d Sockel in das kleine Hexennasenschlusslicht eingebaut und über einen Zugschalter das Bremslicht geschaltet. Da hier die angebotenen Nachbaukabelbäume nicht passen, hab ich selber einen Kabelbaum gebaut und die komplette Elektrik neu verkabelt.


Der Tank ist gereinigt, gespült und konserviert worden.
Der Vergaser wurde im 10 Liter Ultraschallbad gründlich gereingt.
Die stark verrosteten Felgen, die Schutzbleche sowie Roststellen wurden mit Owathol behandel, es wurden neue Reifen aufgezogen, defekte Speichen wurden ausgetauscht und die Felgen wurden neu gewuchtet. Die Lenkerarmaturen wurden ausgetauscht die Batteriehalterung  instandgesetzt.
Jetzt  warte ich auf die letzten Ersatzteile, damit ich die Ardie wieder  zusammenbauen kann.
Zwei besondere, unverwechselbare Merkmale hat diese Ardie. Die Ölablassschraube für die linke Motorenseite besteht aus den Resten einer alten Zündkerze Gewinde M14 x 1,5, die rechte Motorenhälfte lässt sie ganz ohne Werkzeug mit einem Ablasshähnchen (ähnlich eines Bierhahnes) entleeren.

Grüße euer Motorradopa