Ardie B251 verlässt die Werkstatt

Nachdem die letzten Teile für die Ardie verbau worden sind, gehts für den Oldtimer nach Hause. Der neue Schwimmer ist verbaut, es wurden neue Bowdenzüge angefertigt. Neue Lenkerarmaturen nach dem Geschmack des Besitzers wurden angebaut. Ein neuer Abblendschalter angeschlossen und neue Gummiteile verbaut.
Resultat :  Die Ardie läuft
Leider gab es auch einen kleinen Wermutstropfen. Nach dem finalen Zusammenbau stellte sich heraus, das der Benzinhahn leckte und es auch an den Hohlschrauben, die die rechte und die linke Benzintankhälften über einen kleinen 6mm Schlauch miteinander verbindet, undicht war. Leider konnte ich das ohne den neuen Schwimmer im Vergaser vorher nicht feststellen. Der Besitzer der Ardie nahm es gelassen, er versicherte, das er den Schaden selbst beheben kann.

Jetzt kann ich mit meiner Frau unseren Hochzeitstag und meinen 60.ten Geburtstag feiern.

Euer Motorradopa

Ardie B251

Eine Ardie B251 hat den Weg auf meine Hebebühne gefunden. Obwohl sie einen ziemlich rostigen, ersten Eindruck gemacht hat, ist die Substanz doch ganz ordentlich.
Der Motor dreht frei, hat ordentlich Kompression und das Getriebe schaltet die Gänge sauber durch. Allerdings gibt es auch hier einige Baustellen. Die Elektrik ist marode, überall Flickstellen, Lüsterklemmen und korrodierte Stecker. Ein paar Basteleien, wie z.B. ein nachträglich installiertes Bremslicht in der Hexennase !!! Kein Scherz, einer der Vorbesitzer hat einen BAY15d Sockel in das kleine Hexennasenschlusslicht eingebaut und über einen Zugschalter das Bremslicht geschaltet. Da hier die angebotenen Nachbaukabelbäume nicht passen, hab ich selber einen Kabelbaum gebaut und die komplette Elektrik neu verkabelt.


Der Tank ist gereinigt, gespült und konserviert worden.
Der Vergaser wurde im 10 Liter Ultraschallbad gründlich gereingt.
Die stark verrosteten Felgen, die Schutzbleche sowie Roststellen wurden mit Owathol behandel, es wurden neue Reifen aufgezogen, defekte Speichen wurden ausgetauscht und die Felgen wurden neu gewuchtet. Die Lenkerarmaturen wurden ausgetauscht die Batteriehalterung  instandgesetzt.
Jetzt  warte ich auf die letzten Ersatzteile, damit ich die Ardie wieder  zusammenbauen kann.
Zwei besondere, unverwechselbare Merkmale hat diese Ardie. Die Ölablassschraube für die linke Motorenseite besteht aus den Resten einer alten Zündkerze Gewinde M14 x 1,5, die rechte Motorenhälfte lässt sie ganz ohne Werkzeug mit einem Ablasshähnchen (ähnlich eines Bierhahnes) entleeren.

Grüße euer Motorradopa

Instandsetzung BK350 (Teil 3 – Finale)

Endlich ist die regenerierte Kurbelwelle eingetroffen. Ich habe den Motor wieder zusammengebaut (siehe Fotostrecke),

das Getriebe angeflanscht und den Motor eingebaut. Der erste Probelauf …………………… klick .
Nun läuft sie wie ein Uhrwerk 🙂

Grüße der Motorradopa

Kleiner Helfer – große Wirkung (neues Zinnbad)

Beim abendlichen Stöbern bei EBay nach Ersatzteilen, hab ich es gefunden.
Ein neues Werkzeug, das mich bei bei der Arbeit in der Garagenwerkstatt in Zukunft unterstützen soll.
Ein neues, altes Zinnbad aus der ehemaligen DDR, soll mir in Zukunft, bei der Herstellung von Kabelbäumen, dass verzinnen der Kabelenden erleichtern.
Bisher war es immer eine etwas fummelige Arbeit. Man(n) musste das abisolierte Kabelende irgenwie fixieren , mit einer dritten Hand, im Schraubstock, einer Klemme oder ähnlichen, dann in der linken Hand die Rolle Lötzinn, in der rechten der Lötkolben und dann ging es, ein Kabel nach dem anderen los. Das „neue“ Zinnbad ermöglicht das schnelle, einhändige verzinnen. Es ist sogar möglich mehrere Litzen gleichzeitig zu verzinnen. Das Zinnbad stammt von der Firma Böhme aus Leipzig und hat eine Leistung von 100 Watt. Ich hab das Zinnbad für ca 20,- Euro ersteigert.

Grüße euer Motorradopa

Reinigung von Motoren und Motorenteilen

Zwischen den Feiertagen erreichte mich die Mail eines Users. Darin fragte er mich, wie man am besten die Motoren vor der Regeneration reinigt. Da ich finde, dass eine gründliche Reinigung der Motoren vor und während der Regeneration sehr wichtig ist, habe ich mich entschlossen dafür ein Beitrag zu schreiben.

Zunächst werden an den Motor der Ansaugstutzen und der Auslasskanal verschlossen, sodass kein Dreck mehr eindringen kann. Dies kann zum Beispiel durch einen klein Plastikbeutel geschehen, die man mit einem Gummi oder einem Stück Tape am Motorblock befestigt. Nachdem mit Spachtel, einer Bürste oder einem Handfeger der grobe Dreck beseitigt wurde, wasche ich ihn in einem Teilewäscher, der mit einem biologisch abbaubaren Kaltreiniger gefüllt ist. Zweckmäßigerweise benutzt man hierfür einen optional erhältlichen Reinigungspinsel. Teile Wäscher bekommt man schon bei eBay für um die sechzig Euro.
Nachdem der Motor von außen gereinigt ist, wird der Lichtmaschine Deckel abgeschraubt und gereinigt. Da hier, bei den meisten Motoren das Antriebsritzel verläuft, ist die Innenseite des Deckels meist mit Fett, Dreck und Schlamm verunreinigt. Auch hier gilt, erst mit Spachtel, Bürste oder  Handfeger den groben Dreck beseitigen, dann erst in den Teilewäscher. So erreicht man dass das Reinigungsbad länger verwendet werden kann. Bitte beachtet hierbei unbedingt,das bei der Entsorgung des Reinigungsbades, die Entsorgungshinweise des Herstellers beachtet werden müssen. Sie sind auf den Kanistern des Kaltreiniger abgedruckt. Nachdem der Motor äußerlich gereinigt wurde, kann man mit der Zerlegung des Motors beginnen.

Liebe Grüße euer Motorradopa

Wellendichtringe braun oder blau ?!?!?

Wellendichtringe oder auch im Volksmund „Simmerringe“ genannt. Welche nehme ich zur Motorregeneration?  Die etwas teureren Braunen oder doch lieber die etwas günstigeren Blauen?
Diese Frage taucht immer wieder auf. Hier, bei mir in der Garage, beim Schrauber oder Oldtimertreffen , ist dies immer wieder ein beliebtes Thema bei Benzingesprächen. Nun eins vorweg, ich bin kein Sachverständiger. Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen. Aber nun erst mal ein paar Fakts:

Blaue Wellendichtringe :
NBR (Acrylnitril-Butadienkautschuk)
– Temperaturbereich: – 30°C bis 100°C
– Beständigkeit: Kraftstoffe, Öle, Hydrauliköle, Schmierfette.
– Physikalische Eigenschaften: hohe Abrieb- und Standfestigkeit

Braune Wellendichtringe :
FPM FKM VITON® (Fluorkautschuk)
– Temperaturbereich: – 20°C bis 200°C
– Beständigkeit: Mineralöle, aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe, Chlorkohlenwasserstoffe, Säuren und schwachen Laugen.
– Physikalische Eigenschaften: hohe mechanische Werte, sehr geringe Gasdurchlässigkeit, hervorragende Alterungsbeständigkeit,sehr guten Druckverformungsrest.
– Nahezu Universalwerkstoff.

Nun wenn ich einen Motor regeneriere benutze ich fast immer* die braunen Wellendichtringe. Nicht wegen dem Temperaturbereich, denn da, wo die Wellendichtringe am Motor verbaut sind, werden kaum mehr als 80 Grad erreicht. Nein ich verwende die „Braunen“ weil ich glaube, das sie besser mit dem Biospritanteil zurecht kommen. Dies ist aber nur  mein persönliches Empfinden. Belegbar ist das nicht! Ich habe aber bei den „Braunen“ auch noch keine Ausfälle gehabt, so das ich erst gar keine Experimente mache.

*es sei denn der Besitzer des Motors möchte gerne das ich die „Blauen“ einbaue, Die Firma MZA liefert sie schließlich als original Ersatzteil.

Schreibt mir doch gerne einmal euere Erfahrungen.

Grüße der Motorradopa

Instandsetzung BK350 (Teil 2)

Als die BK350 neu verkabelt war, sämtliche Bowdenzüge verlegt worden sind und alle anderen Arbeiten erledigt waren, wollte ich noch schnell die Zündung einstellen und die Vergaser synchronisieren. Beim drehen der Kurbelwelle dann der Schock, plötzlich blockierte die Kurbelwelle. Ohne jegliche Vorankündigung! Nix ging mehr. Also erst mal die Zylinder abgeschraubt, weil ich dachte, da klebt ein Kolben fest. Aber nix ging mehr. Die Zylinder waren frei und der Motor blockierte. Also Motor raus, das Getriebe abgeflanscht aber immer noch rührte sich der Motor nicht.

Jetzt hieß es, alles auseinander bauen, Kupplung runter, Kurbelgehäuse öffnen und siehe da, das hintere Kurbelwellenlager blockierte. Also Kurbelwelle mit der Presse ausgerückt  und dann das Lager aus dem hinteren Kurbelwellengehäuse raus. Und siehe da, es kam mir ein einseitig geschlossenes Lager entgegen, obwohl ein C3 Lager verbaut werden muss.

(Schmierung durch Zweitaktöl über die Ölbohrung im Kurbelgehäuse) Also das richtige Lager rein, jetzt drehte sich zwar die Kurbelwelle, aber sie hatte einen unübersehbaren Hubscheibenversatz.
Ärgerlich, denn der Besitzer der BK350 gab an das der Motor regeneriert sei. Ich schätze aber eher mal, der Motor ist nur wieder mit der defekten Kurbelwelle zusammen geschraubt worden, weil kein Ersatzteil da war und nichts verloren gehen sollte. Dafür spricht auch die Tatsache, dass keinerlei Dichtung, bzw. Dichtmasse zwischen den Kurbelwellen Gehäusehälften war.

Nun die Kurbelwelle ist eingeschickt. Anfang nächsten Jahres soll das regenerierte Ersatzteil eintreffen. Bis dahin ist erst mal warten angesagt.

Grüße euer Motorradopa

Instandsetzung BK350

Hallo lieber Motorrad Oldtimer Freund

Nachdem die BMW R 35 (Vorkriegsmodell) wieder fahrbereit ist, habe ich in meiner kleinen Garagenwerkstatt schon die nächste Aufgabe auf dem Motorrad Hebebühne.

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Diesmal ist es  eine IFA BK 350 (Baujahr 1960). Die Maschine hat weder einen Kabelbaum, es sind keine Bowdenzüge vorhanden, die Auspuffanlage fehlt, die Luftschieberklappe zwischen den Vergaser fehlt, Abblendschalter Schalter ist nicht mehr vorhanden usw.  Beim Abblendschalter tut sich ein kleines Problem auf, die BK 350 hat keine originalen Lenkerarmaturen (Bremshebel, Kupplungshebel) mehr, daher passt der original Abblendschalter nicht. Der passende Abblendschalter muss daher noch mühsam gesucht werden. So wie es aussieht, würde ein Schalter von einer alten Simson SR1 bzw. einer alten Simson AWO425 passen.

Außerdem ist ein Ersatzrahmen vorhanden, sodass das Lenkschloss bei Nichtgebrauch nicht im Rahmen verbleiben kann. Es muss eine neue Auspuffanlage geordert werden, der stolze Besitzer der BK 350 möchte eine Auspuffanlage in Zigarrenform installiert haben. Es gibt also sehr viel zu tun. Packen wir’s an.

 

Liebe Grüße der Motorradopa

Reparatur BMW R 35 Vorkriegsmodell

 Liebe Oldtimerfreunde

Wie ihr ja alle wisst, ist vor kurzem eine BMW R35 aus dem Baujahr 1937 zu mir in die kleine Garagenwerkstatt gekommen. Die BMW kam ohne Kabelbaum, ohne Bowdenzüge, ohne Lichtmaschine und Keilriemen zu mir. Die neu bestellten Bowdenzüge kamen mit einem offenen Ende, plus beiliegenden Schraubnippeln zu mir. Da ich jedoch Schraubnippeln ablehne, (zumindest an den Bremsanlagen) habe ich mich dazu entschlossen die endende Züge mit Lötnippeln zu versehen. Das klappte auch alles sehr gut. Der Vergaser war in einem sehr schlechten Zustand und der Schieber Kolben löste sich erst nach zwei Tagen dauer einweichen. Der als Nachbau gelieferte Kabelbaum überzeugte durch seine sehr gute Verarbeitungsqualität und Genauigkeit. Eine beiliegende separate Leitung für den Anschluss eines Bremslichtes rundete den positiven Gesamteindruck nach oben hin ab. Die Verdrahtung der Elektrik erfolgte ohne jegliche Komplikationen. Leider stellte sich jedoch heraus, dass die Zünd Anlage (Zündspule und Zündkondensator) über die Jahre gelitten haben. Daher mussten diese Teile leider ausgetauscht werden. Nach dem Auffüllen der Betriebsmittel, sowie der Prüfung sämtlicher Schrauben auf festen Sitz und einem Abschmieren nach Schmierplan, stand einer erfolgreichen Wiederinbetriebnahme nichts mehr im Wege. Eine Hupe ist nicht verbaut worden, da diese noch beim Besitzer dieses schönen Motorrades liegt. Ich hoffe dass diese schöne Motorrad noch viele Jahre unfallfrei über die Straßen fährt und sich ihr Besitzer an ihr erfreuen kann.

Grüße der Motorradopa

Hebebühne Teil 2

Kurz bevor die defekte Hebebühne abgeholt worden ist, hat die Firma „Weber Werkstattausstatter“ die neue Hebebühne geliefert.. Die neue Hebebühne ist mit einer Länge von 225cm und einer Breite von 65cm deutlich größer als die alte Arbeitsbühne. Die Pedale zum Auf und Ablassen der Bühne sind viel stabiler, als bei der alten Bühne und sind nicht mehr so hakelig. Zwar hat mir die alte Bühne mit ihrer schönen roten Lackierung, optisch besser gefallen, aber tauschen möchte ich jetzt nicht mehr. Die Radklemmung ist sehr stabil und hält das Motorrad bombenfest. Auch sind jede Menge Anschlagösen vorhanden , so das man die Maschine sicher befestigen kann. Ich kann nur jedem empfehlen, lieber ein paar Euro mehr auszugeben als sich eine billige Hebebühne anzuschaffen. Man merkt es schon bei der ersten Benutzung. Die neue Arbeitsbühne steht auch in oberster Position bombenfest, wären die günstige da doch schon etwas wackelig da stand, ich weiß allerdings nicht, ob die gebrochene Schweißnaht schon von Anfang an daran Schuld war oder ob sie erst später für den unsicheren Stand sorgte.

Grüße der Motorradopa